Schulprogramm 2000

Schulprogramm - Fortschreibung 2006

Konzept  Schuleingangsphase

Schulprogramm - Fortschreibung 2011 - JüL 1-4

 

Sprach-Förderkonzept

Die Bartholomäusgrundschule bietet Kindern mit Migrationshintergrund und darüber hinaus deutschen Kindern mit Förderbedarf ein umfangreiches Sprachförderprogramm an. Das Konzept wird dabei von Frau Monika Hellmann-Knops, Dozentin für Sprachförderung, für jede Lerngruppe individuell entwickelt.

Übergeordnetes Ziel ist es, durch intensive Wortfeldarbeit die Sprachkompetenz der Kinder zu erweitern sowie durch Rollen- und Theaterspiele die Fähigkeit zur sozialen Interaktion zu verbessern. Gemäß dem Motto „Jedes Wort, das ich nicht kenne, ist ein Gedanke, den ich nicht ausdrücken kann“ steht die Erweiterung der sprachlichen Kompetenz in mündlicher wie schriftlicher Form im Zentrum der Arbeit. Wichtig ist dabei, dass immer wieder auch interkulturelle Themen Eingang in den Sprachunterricht finden, um Brücken zwischen den Kulturen zu bauen. Der Sprachförderunterricht findet in engem Austausch mit den Klassenlehrerinnen statt, damit die Kinder „tatsächlich dort abgeholt werden, wo sie stehen“ und aktuelle Unterrichts- und Lerninhalte im Sprachunterricht wiederkehren. Das Konzept lehnt sich an den jahrgangsübergreifenden Unterricht an, wobei im Rahmen der Sprachförderung die 1.+ 2. Klasse sowie die 3.+ 4. Klasse gemeinsam gefördert werden, um hier den doch sehr unterschiedlichen Schwerpunkten besser Rechnung tragen zu können.

Inhaltliche Schwerpunkte der Förderung sind :

A. Schuleingangsphase: Lautieren auf dem Weg zu Lesen und Schrift

B. 3./4. Schuljahr: Rechtschreibung/Grammatik/Semantik/Syntax

Jahrgangsübergreifend gilt, wie oben bereits erwähnt, die Stärkung der sozialen Kompetenz durch Förderung des aktiven Sprachgebrauchs, denn nur so können Kinder stärker in ihre sozialen Räume hineinwachsen. Mut zum Reden zu haben (trotz sprachlicher Stolpersteine, Mut, Gefühle und Gedanken auszudrücken, Teil der (Klassen-)Gemeinschaft zu werden/sein, dies sind Schlüsselqualifikationen, die angestrebt werden.

 

Fortschreibung des Konzeptes Englisch der Bartholomäusschule ab dem Schuljahr 2011/2012

(basierend auf der Immersionsmethode)

Einleitung

Kinder von heute werden in einer völlig anderen Welt groß als dies noch vor 20 oder 30 Jahren der Fall war. Nicht zuletzt die neuen Medien wie Fernsehen und insbesondere auch das Internet tragen zur Globalisierung und zum Zusammenwachsen Europas bei. Aus diesem Grunde rückt das Erlernen von Fremdsprachen – auch für spätere berufliche Perspektiven - mehr und mehr in den Vordergrund. Dabei spielt die englische Sprache eine besonders große Rolle.

Das Erlernen der englischen Sprache (aber auch anderer Fremdsprachen im Rahmen des Ansatzes „Begegnung mit Sprachen“) nimmt daher an der Bartholomäusschule einen großen Stellenwert ein. Insbesondere der frühe Kontakt mit der Sprache durch alltägliche Aktivitäten (Sprachbad/Immersionsmethode) hat sich als besonders geeignet erwiesen, um eine hohe, für den Beruf taugliche Sprachkompetenz zu entwickeln.

Ziele

Die Schülerinnen und Schüler der Bartholomäusschule sollen einen natürlichen und unbefangenen Zugang zur englischen Sprache bekommen und so grundlegende kommunikative Fähigkeiten und Fertigkeiten (vgl. Lehrplan) entwickeln. Sie sollen lernen ebendiese in alltäglichen Situationen anzuwenden und dabei eine möglichst gute Sprechflüssigkeit (fluency) sowie ein ausgeprägtes Hörverstehen (listening comprehension) zu erreichen.

Dabei steht das „Sich Herantrauen“ und flüssige Sprechen über der sprachlichen Korrektheit (fluency before accuracy).

Rahmenbedingungen

Die Bartholomäusschule umfasst im Schuljahr 2011/2012 ca. 260 Schülerinnen und Schüler, davon ca. 30 im Gemeinsamen Unterricht sowie 16 Lehrerinnen und Lehrer, davon 4 Sonderpädagoginnen und -pädagogen.

Seit Schuljahresbeginn 2011/2012 findet der Unterricht in 10 jahrgangsübergreifenden Klassen 1-4 statt. Der Unterricht teilt sich auf in insgesamt 16 Stunden jahrgangsübergreifenden Unterricht (JüL-Stunden) sowie darüber hinaus in eine je nach Stundentafel des jeweiligen Jahrgangs bestimmte Anzahl von jahrgangsbezogenen Kursstunden.

Die Schule verfügt über insgesamt drei ausgebildete Englischlehrkräfte, davon zwei nachqualifiziert durch C1-Schein methodisch-didaktische Fortbildung.

Darüber hinaus gibt es an der Bartholomäusschule noch eine „Native Speaker- Stelle“ finanziert durch den Förderverein der Schule über eine Spende der Firma Medice. Diese Stelle ist besetzt durch Frau Sylvia Carrick, eine ausgebildete Fremdsprachenlehrerin und Muttersprachlerin Englisch. Sie steht der Schule insgesamt 20 Stunden in der Woche zur Verfügung.

Die Schule unterhält zudem eine Partnerschaft zur Chirk Infant School in Wrexham, Wales. Es besteht ein regelmäßiger Austausch von Informationen über das alltägliche sowie kulturelle Leben beider Schulen in Form von kleinen Kindertexten und Bildern oder selbst geschriebenen Geschichten.

Organisation

Aufgrund der besonderen Situation des jahrgangsübergreifenden Unterrichts muss auch der Englischunterricht entsprechend organisiert werden. Ziel ist es zum einen die Synergieeffekte der Jahrgangsmischung zu nutzen, zum anderen aber auch bei allen Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit einen Basiswortschatz zu sichern.

Aus diesem Grunde haben wir uns entschieden, den Englischfachunterricht sowohl jahrgangsübergreifend (eine Stunde pro Woche durch den Klassenlehrer, unterstützt durch den Native Speaker) als auch jahrgangsbezogen (eine Stunde pro Woche durch den Fachlehrer) zu unterrichten. Dabei wird der jahrgangsübergreifende Englischunterricht nicht im 45-Minuten-Rhythmus erteilt, sondern in „Daily 10 minutes“ aufgesplittet. Dies trägt vor allem dem Gedanken Rechnung, dass es sich bei Englisch unseres Erachtens nicht vorrangig um ein Schulfach sondern um eine Sprache handelt, die täglich gelebt und entsprechend erworben werden soll.

Neben dem Fachunterricht Englisch wird die englische Sprache auch in anderen Unterrichtsfächern gesprochen.

Frau Carrick unterstützt zur Zeit den Unterricht wie folgt: 2 Stunden in jeder JüL-Klasse.

Ziel ist es auch hier, Englisch als Sprache und nicht als Unterrichtsfach in das Schulleben einzubringen.

Inhalte und Methoden

Um die Verknüpfung und die notwendige Kontinuität zwischen Fachunterricht und Klassenlehrerunterricht zu gewährleisten, beschäftigen sich alle Kinder der Schule stets mit dem gleichen Englischthema, jedoch auf unterschiedlichen sprachlichen Niveaus. Dieses Thema soll nach Möglichkeit stets mit den aktuellen (sachunterrichtlichen) Themen der Schule in Verbindung stehen, um ein nachhaltiges Lernen zu ermöglichen.

Der jahrgangsbezogene Englischunterricht (Kurs) dient dabei in aller erster Linie der Einführung neuer sprachlicher Mittel bzgl. des jeweils aktuellen Themas und damit dem Erwerb grundlegender Kompetenzen, die im täglichen jahrgangsübergreifenden Englisch vertieft und gefestigt werden sollen.

Der Erwerb erfolgt in Form von Spielen, Liedern, Gedichten und diversen, der Hirnforschung zugrunde gelegten, Übungen mit Hilfe von Flashcards (Chor sprechen, anhand von eigenen Sätzen Verknüpfungen bilden,...) sowie Führen eines Portfolios. Hier kann zudem spezieller auf die jeweiligen sprachlichen Anforderungen des einzelnen Jahrgangs (zum Beispiel erste Hinführung zur richtigen Schreibweise, grammatikalische Beziehungen, ggf. kurze schriftliche Übungen) eingegangen werden.

Der jahrgangsübergreifende Englischunterricht wird durch die entsprechenden Fachlehrkräfte vorbereitet. Dies beinhaltet jeweils eine bestimmte Anzahl von Werkstattangeboten (je nach Art und Umfang des Themas), die in die bestehende Werkstatt der jeweiligen Klasse eingepflegt werden sowie Ideen für gemeinsame Aktivitäten der Klasse (Spiele für den Sportunterricht, Lieder, Gedichte, Geschichten, Back-/Kochrezepte, Bastelanleitungen etc.) aus denen der Klassenlehrer entsprechend seiner Lerngruppe auswählen kann. Die Werkstattangebote berücksichtigen dabei durch unterschiedliche Aufgabenformen sowohl die einzelnen Kompetenzniveaus der Kinder als auch verschiedenen Lerneingangskanäle Hören (Zum Teil durch Partner, Lehrkraft, CD), Sprechen, Lesen, Schreiben.

Leistungsbewertung

Die Leistungsbewertung erfolgt anhand aller mündlichen, schriftlichen sowie praktischen Leistungen gemäß der Kompetenzerwartungen des Lehrplans Englisch. Hierbei tauschen sich Fachlehrer, Klassenlehrer, NativeSpeaker über die vom jeweiligen Schüler/ von der jeweiligen Schülerin erbrachten Leistungen und Lernfortschritte (Fachstunden, Werkstatt, gemeinsame Phasen) aus und beraten sich gegenseitig.

Evaluation

Die im vergangenen Jahr begonnene Aufteilung in eine Stunde Fachlehrerunterricht sowie kurze Inputs in Form von „Daily 10 Minutes“ unterstützt durch ein englischsprachiges Werkstattangebot hat sich unserer Ansicht nach im vergangenen Schuljahr bewährt.

Die Schülerinnen und Schüler konnten im Rahmen der Werkstatt entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten ihre Englischkenntnisse vertiefen und anwenden. Der Fachunterricht im jahrgangsbezogenen Kurs konnte hierzu die notwendigen Grundlagen schaffen. Darüber hinaus ermöglichten die täglichen 10 Minuten im jahrgangsübergreifenden Klassenverband, die englische Sprache selbstverständlich in den Alltag (Immersionsmethode) einzubringen und oftmals an das jeweilige sachunterrichtliche Thema anzubinden. Klassenlehrer, Fachlehrer und Native Speaker unterstützten und ergänzten sich hinsichtlich von Planung und Bereitstellung entsprechener Materialien gegenseitig.

Der Einsatz von Frau Carrick als NativeSpeaker im Schuljahr 2010/2011 verteilte sich auf eine Stunde Kurs (gemeinsam mit dem Fachlehrer) sowie eine Stunde JüL (mit dem Klassenlehrer) pro Schüler. Dies ermöglichte Frau Carrick sowie den Fach- und Klassenlehrern eine enge Verzahnung des Konzeptes Englisch in JüL und Kurs zu erreichen und die Arbeit mit den Workshops anzubahnen. Dies konnte erfolgreich umgesetzt werden, so dass im Schuljahr 2011/2012 Frau Carrick die Schüler jeweils zwei Stunden in ihrer JüL-Zeit begleiten wird. Dadurch soll die Intensität des Sprachbades (Immersionsmethode) noch erhöht werden.

Um weiterhin die enge Verzahnung zwischen JüL und Kurs zu erhalten, wäre eine wöchentliche bzw. 14tägige Besprechungszeit für NativeSpeaker und Fachlehrer wünschenswert.

Das hier entwickelte Konzept wird zum Halbjahr in Form einer kurzen Stellungnahme sowie zum Ende des Schuljahres in umfassenderer Form evaluiert werden. Dies geschieht im Austausch mit dem gesamten Kollegium sowie Frau Carrick unter der Federführung der Englisch-Fachkräfte.

Oestrich, Juli 2011

  

Islamkunde

Seit dem Schuljahr 2010/2011 bietet unsere Schule Islamkunde auf Deutsch an. Am Unterricht in Islamkunde können alle Schülerinnen und Schüler islamischen Glaubens unabhängig von ihrer nationalen Herkunft teilnehmen, wenn sie sich im dritten oder vierten Schuljahr befinden. Islamkunde wird als ordentliches Unterrichtsfach mit 1 Wochenstunde angeboten. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Noten auf dem Zeugnis.

Aufgabe des Faches ist es

  • die Entwicklung einer islamischen Identität in einer nicht muslimischen Umwelt zu unterstützen.
  • islamische Traditionen in ihrer Geschichte mit allen Facetten bewusst zu machen.
  • den Schülerinnen und Schülern Orientierung auf der Suche nach einer eigenen Lebensrichtung zu geben.
  • die Sprache der Schülerinnen und Schüler besonders im Hinblick auf die islamische Sprachkultur und Metaphorik zu fördern.
  • auf der Grundlage islamischer Quellen zu motivieren, eigenverantwortlich zu leben und zu handeln.
  • die elementaren Überlieferungen des Korans und der Sunna zu eigenen Erfahrungen in ihrer Lebenswirklichkeit und zu den Erfahrungen anderer Menschen in Beziehung zu setzen.
  • Ein gutes Zusammenleben von Muslimen und Andersgläubigen in Gleichberechtigung, Frieden und gegenseitiger Zuwendung zu fördern.
  • Islamkunde ist der Integration der muslimischen Kinder in die deutsche Gesellschaft dienlich, weil
  • durch das Kennen lernen anderer Religionen Toleranz vermittelt wird.
  • sie ihren Glauben so auch anderen Kindern vermitteln können.
  • die Inhalte des Islamkundeunterrichts auf die Bedürfnisse islamischer Schülerinnen und Schüler in der deutschen Gesellschaft zugeschnitten sind.
  • die Kinder so ihren Glauben im Leben zwischen zwei Kulturen ausleben können. Das hilft, sich zu einer Persönlichkeit im Bewusstsein ihrer kulturellen Herkunft und den Werten und Normen dieser Gesellschaft zu entwickeln.
  • Sich die Inhalte des Unterrichts aus einem staatlichen Lehrplan ergeben. So können islamitische und radikale Gedanken nicht in den Unterricht eindringen.

Unterrichtseinheiten Klasse 3/4

  • Wir alle haben einen Namen
  • muslimische Namen
  • christliche Namen
  • gemeinsame Namen

Wir alle möchten einen Freund gewinnen

  • Spielen und Lernen
  • Spielregeln
  • Streit
  • Vertragen
  • Helfen

Muslimische Kinder und christliche Kindertageseinrichtungen

  • Erfahrungen mit Ablehnung
  • Isolation und Diskriminierung
  • Erfahrungen mit Freundschaft
  • Islamische Quellen über Freundschaft

Miteinander Lebenslanges

  • Ich kann nicht allein
  • Ich und die anderen
  • Wir können uns einigen
  • Ich lebe mit meiner Familie
  • In der Schule
  • In der Nachbarschaft
  • Aufgaben in der Familie
  • Aufgaben in der Nachbarschaft
  • Regeln in der Familie
  • Regeln in der Schule
  • Erziehung der islamischen Eltern

5 Säulen des Islam

  • Das Glaubensbekenntnis
  • Das rituelle Gebet
  • Das Almosengeben
  • Das Fasten im Monat Ramadan

Wir feiern zusammen

  • Die religiösen Festerfahren
  • Ramadanfest
  • Opferfest
  • Unsere persönlichen Festerfahren
  • Geburt des Kindes
  • Beschneidung
  • Hochzeit
  • Wenn jemand stirbt

Gebetshaus

  • Teile der Moschee
  • Mihrab
  • Minbar
  • Minarett
  • Waschanlagen
  • Bibliothek
  • Vorbeter – Muezzin
  • Gebetsruf
  • Gemeinsamkeiten von Moschee und Kirche
  • Unterschiede zwischen Moschee und Kirche

Lebengeschichte des Propheten Muhammad

  • Kindheit
  • Jugend
  • Prophet
  • Die Entstehung des Korans

Arbeit

  • Was ist Arbeit
  • Für wen arbeiten wir
  • Arbeit für Gesellschaft
  • Wer arbeitet für mich
  • Für wen arbeite ich

Arbeit und Leistung

  • Gute/schlechte Arbeit
  • Fleiß – Faulheit
  • Ehrlichkeit, Sauberkeit, Korrektheit, Qualität und Schlamperei

Zusammenarbeit

  • Wir wollen ehrlich sein
  • Menschen sagen manchmal die Unwahrheit
  • Weshalb Menschen manchmal die Unwahrheit sagen
  • Weshalb Menschen stehlen
  • Was kommt heraus, wenn Menschen lügen und stehlen
  • Was können wir dagegen tun
  • Das Urteil des Islam darüber kennen

Die Reinheit

  • Die Reinheit des Körpers
  • Die Reinheit der Seele
  • Die rituelle Reinheit

Die Schöpfung

  • Gott schuf die Natur
  • Gott schuf die Menschen
  • Gott hat die Welt in einer Ordnung geschaffen

Kalifat

  • Umgang mit Gott
  • Umgang mit sich
  • Umgang mit den Menschen
  • Umgang mit Umwelt – die Gefahren für das Ökosystem

Showcases

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